<img height="1" width="1" style="display:none" src="https://www.facebook.com/tr?id=483515652448547&amp;ev=PageView&amp;noscript=1">

Der Aufruf  unserer Webseite mit einem veraltetem Browser verursacht Darstellungs- und Funktionsfehler. Aktualisieren Sie Ihren Browser bitte auf die aktuelle Version. 
Weitere Informationen erhalten Sie bei dem jeweiligen Hersteller.

Beitrag teilen

WEDOLO 

– Echte Lösungen für die Logistik –

Insider, Fahrer, Unternehmer - 3 Min. Lesezeit

Autonomes Fahren: Fährt der LKW von morgen selbst?

Verfasst von Wedolo-Redaktion am 15.10.2020
Wedolo-Redaktion

Schon heute findet sich viel Technik im Cockpit, die einen positiven Einfluss auf Sicherheit und Betriebskosten hat. Doch wie sieht es mit autonomen LKW aus? Das ist der aktuelle Stand.

Autonomes Fahren – Was ist das eigentlich?

Bis 2030 fährt jedes zehnte Fahrzeug weltweit autonom, sagt eine Studie von Statista voraus. Ist das so? Bereits heute verfügen zahlreiche Lastkraftwagen über Assistenzsysteme, die den Fahrer bei der Längs- (z. B. Spurhalten, Lenken) und der Quersteuerung (zum Beispiel Tempomat, Bremsen) unterstützen. Auf dem Weg vom selbstständigen Führen eines Fahrzeugs (Level 0) durch den Menschen bis zum autonomen Fahren (Level 5) sind fünf Automatisierungslevel zu unterscheiden.

VW_AutomatisiertesFahren_1900

Vom Fahrer zum selbstfahrenden Fahrzeug werden diese fünf Stufen durchlaufen

LKW-Platooning: automatisierte Kolonnen

Das sogenannte Platooning (englisch für Trupp/Einheit) gilt als Vorstufe des autonom fahrenden LKW. Dabei handelt es sich um automatisierte Kolonnen: Einzelne Lastkraftwagen sind elektronisch miteinander gekoppelt und fahren mit geringem Abstand zueinander. Lediglich im ersten Fahrzeug sitzt ein Fahrer, die folgenden LKW folgen den Lenkbewegungen des Leitfahrzeugs, bremsen und beschleunigen automatisch. Die Fahrten im Verbund sollen den Windwiderstand senken und so den Kraftstoffverbrauch reduzieren.

In einem ersten Pilotprojekt (Herbst 2019) auf der A9 konnten DB Schenker, MAN und die Hochschule Fresenius eine Kraftstoffersparnis von drei bis vier Prozent verzeichnen. Die Projektpartner sehen im LKW-Platooning die „Zukunft des Lieferverkehrs“. Abgesehen von Testfahrten, sind die automatisierten Kolonnen im Straßenverkehr allerdings noch nicht erlaubt.

Nächster Schritt: hochautomatisiertes Fahren

Andere LKW-Hersteller sind bereits einen Schritt weiter: So kündigte Daimler Trucks Anfang 2019 an, mehr als 500 Millionen Euro in die Entwicklung hochautomatisierter LKW (Level 3) zu investieren. Ziel sei es, diese innerhalb eines Jahrzehnts zur Marktreife zu bringen. Seit Herbst 2019 testet das Unternehmen die Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen in den USA.

Pilotprojekt – Einsatz autonomer LKW im Hamburger Hafen

In Deutschland hingegen sind automatisierte und autonome LKW bislang nur dort zu finden, wo kontrollierte Verkehrssituationen herrschen – zum Beispiel auf Werksgeländen, Flughäfen oder Containerterminals. Mit dem Projekt Hamburg Truckpilot erproben die Hamburger Hafen Logistik AG (HHLA) und MAN derzeit den Einsatz autonomer LKW auf dem Containerterminal in Hamburg-Altenwerder (CTA). Zwei Prototypen sollen vollautomatisiert (Level 4) die Anfahrt auf die A7 leisten und innerhalb des CTA die Ent- und Beladung autonom abwickeln. Für 2021 ist ein mehrmonatiger Erprobungsbetrieb geplant.

Herausforderungen auf dem Weg zum automatisierten Fahren

Komplexe Situationen im Straßenverkehr und wechselnde Witterungsverhältnisse sind derzeit die größten Herausforderungen auf dem Weg zum vollautonomen Fahrzeug. Doch abgesehen von technischen Fragen, steht ein verbindlicher Rechtsrahmen noch aus. Zwar wurde das Straßenverkehrsgesetz 2017 dahingehend angepasst, dass PKW und LKW automatisierte Assistenzsysteme der Level 3 und 4 an Bord haben dürfen. Allerdings muss zu jeder Zeit ein Fahrer an Bord sein, um die Kontrolle übernehmen zu können. Das schließt derzeit ein autonomes Fahren der Stufe 5 aus.

Autonomes Fahren: Mehr Autonomie könnte für Entlastung sorgen

So ist und bleibt der autonome LKW vorerst eine Zukunftsvision. Die Digitalisierung wird das vielfältige Tätigkeitsfeld des LKW-Fahrer weiter verändern, doch er wird auf lange Sicht nicht zu ersetzen sein. Schließlich führt er nicht nur das Fahrzeug, sondern begleitet auch die ihm anvertrauten Güter und übernimmt die Kommunikation vor Ort. Denkbar ist vielmehr, dass zukünftig Teilstrecken stark automatisiert zurückgelegt werden, um den Fahrer zu entlasten.

Schon heute kannst du deinen Fahrern digital unter die Arme greifen. Mit der Abfahrtskontroll-App von Wedolo sorgst du für eine stress- und pannenfreie Fahrt deiner Fahrer. Neben der vorgeschriebenen Abfahrtskontrolle kannst du auch Zwischen- oder Schlusskontrollen nach deinen Vorgaben festlegen.