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Lkw-Fahrermangel – Warum es 5 vor 12 ist

3 Min Lesezeit
Lkw-Fahrer:innen gesucht Lkw-Fahrermangel: Es fehlen immer mehr Berufskraftfahrer:innen im Straßengüterverkehr.

Bis 2030 könnten mehr als 150.000 Berufskraftfahrer:innen auf deutschen Straßen fehlen. Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie unentbehrlich unsere Logistikheld:innen sind. Es ist an der Zeit, zu handeln.

Lkw-Fahrermangel nimmt stetig zu

Jedes Jahr gehen in Deutschland durchschnittlich 30.000 Lkw-Fahrer:innen in Rente. Darauf folgen jedoch nur etwa 17.000 Berufseinsteiger:innen, so der BGL e. V. Das Coronavirus hat die Lage zusätzlich verschärft. So galten Lkw-Fahrer:innen auf einmal als „systemrelevant“, weil sie für die Versorgung von Gesellschaft und Wirtschaft unentbehrlich sind. Und doch mangelt es bis heute an einer Wertschätzung des Berufsbilds.

Versorgungskollaps auch in Deutschland?

Zuletzt sorgten Versorgungsengpässe in Großbritannien für Schlagzeilen. Bilder von leeren Regalen und geschlossenen Tankstellen gingen um die Welt. Deutschland könnte in zwei bis drei Jahren ein ähnliches Szenario drohen: „Wir warnen davor, dass wir auch in Westeuropa sehenden Auges in einen Versorgungskollaps laufen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen daher endlich wach werden und dem Fahrermangel in einem gesamtgesellschaftlichen Kraftakt entschlossen entgegentreten“, erklärt BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt.

Umfrage zum Fahrermangel

Doch was sind die Gründe für den Fachkräftemangel? Rund 4.500 Lkw-Fahrer:innen gaben bei einer Umfrage im Herbst 2021 folgende Antworten:

  1. Systemrelevant, aber schlecht bezahlt
    Lkw-Fahrer:innen werden, obwohl sie als einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft gelten, häufig unterdurchschnittlich bezahlt. Angelernte Kräfte verdienten 2020 im Durchschnitt rund 27.700 Euro im Jahr, wie das Statistische Bundesamt errechnete. Ausgebildete Berufskraftfahrer:innen bekamen etwa 31.500 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Brutto-Jahreseinkommen von Arbeitnehmern in Deutschland betrug 2020 rund 47.700 Euro.
  2. Imageproblem
    Berufskraftfahrer:innen gehören zu den allerwichtigsten Playern des Straßengüterverkehrs – und der gesamten Logistikbranche. Dennoch hapert es an der Wertschätzung. So gesellt sich zum ohnehin anstrengenden Arbeitsalltag von Lkw-Fahrer:innen ein geringer sozialer Status, wie die Befragten angaben.
  3. Unattraktive Arbeitsbedingungen
    Dritter Grund: belastende Rahmenbedingungen. Dazu gehören Stress, lange Arbeitszeiten und die herausfordernde Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und der Parkplatzmangel. Laut BGL-Schätzungen fehlen in Deutschland aktuell rund 40.000 Lkw-Parkplätze, europaweit mehr als 100.000. Zudem spielt die hohe Kriminalitätsrate eine Rolle. Bei Ladungs- und Lkw-Diebstahl wird häufig nicht nur die Ware, sondern auch der Fahrer selbst zur Zielscheibe.

Lkw-Fahrermangel – das Umdenken beginnt im Kleinen

Wie auch der Blick nach England oder in andere Länder zeigt: Es gibt nicht DIE eine Lösung, um den Lkw-Fahrermangel zu beheben. Stattdessen bedarf es vereinter Bemühungen von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit sowie konkreter Maßnahmen wie mehr Wertschätzung, bessere Arbeitsbedingungen, Abbau von Bürokratie, Nachwuchsgewinnung, Digitalisierung und Fachkräftezuwanderung.

Auch im eigenen Unternehmen ist es an der Zeit zu handeln, um Mitarbeiter:innen zu binden und Rekrutierungschancen zu verbessern. Dabei zählen bereits kleine Gesten. Zum Beispiel mit diesen fünf Tools, die an der Rampe & Co. für mehr Respekt im Berufsalltag sorgen – und so dabei helfen, den Fahrerberuf aufzuwerten.



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