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Palettentausch analog vs. digital – Herausforderungen und Chancen

5 Min Lesezeit
Holzpaletten auf Hubwagen Palettentausch digital: Wir verraten dir, mit welchen Tools sich der Lademitteltausch im Handumdrehen digitalisieren lässt.

Der analoge Lademitteltausch in Transport und Logistik sorgt häufig für Konflikte an der Rampe. Digitale Helfer können den Palettentausch vereinfachen – für mehr Fairness und Transparenz.

Palettentausch als bewährter Prozess

Erfunden 1961, spielt die Europalette bis heute eine tragende Rolle in der Logistik. Das Prinzip ist in der Theorie denkbar einfach: Ein:e Lkw-Fahrer:in, der/die volle Paletten abholt, gibt parallel eine bestimmte Anzahl an leeren Paletten an der Ladestelle zum Tausch ab. Das ist deutlich schneller und wirtschaftlicher, als das Abladen des Frachtguts von den Lademitteln abzuwarten. Außerdem können so Leertransporte vermieden und CO2-Emissionen eingespart werden.

Analoger Lademitteltausch mit Herausforderungen

Doch in der Praxis gestaltet sich dieser Prozess deutlich komplizierter. Schließlich haben die beteiligten Parteien selten die deckungsgleiche Menge an Europaletten & Co. zur Rückgabe bereitstehen. Die Differenz wird in der Regel händisch in einem Palettenschein in Papierform (Tauschbeleg) festgehalten. Dieser wird in die Lademittelbuchhaltung aufgenommen und bildet so die Grundlage für Abrechnungen. Das kostet wertvolle Zeit und ist zudem fehleranfällig. Unter alltäglichem Termindruck kann es schnell passieren, dass der/die Lkw-Fahrer:in vergisst, den Palettenschein auszufüllen und ihn zu unterschreiben. Auch der Verlust des Papierbelegs oder fehlerhafte Angaben sind keine Seltenheit.

Qualität, Kosten und Konflikte

Außerdem gilt: Palette ist nicht gleich Palette. Es muss sichergestellt werden, dass die getauschten Ladungsträger gewissen Qualitätskriterien entsprechen, also nicht beschädigt oder in einem schlechten Allgemeinzustand sind. Zum komplizierten Tauschprozess kommt, dass laut Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e. V. (HPE) die Preise für Paletten kontinuierlich steigen.

Chancen: Ladungsträger tauschen – per App dokumentieren

In Zeiten der Digitalisierung bietet der manuelle Palettentausch also großes Optimierungspotenzial. Wir stellen digitale Helfer vor, die den Arbeitsalltag von Logistikdienstleistern, Verladen und Empfängern vereinfachen können.

Mit der Logistik-App Habbl von Fleetboard Logistics kann der Tauschprozess direkt vor Ort dokumentiert werden. Der/die Fahrer:in erfasst digital, welche Lademittel beim Empfänger abgegeben werden und was im Tausch zurückerhalten wird. Ganz ohne lästigen Papierkram. Auch der Zustand der Paletten lässt sich mit Fotos und Kommentaren festhalten. Die Daten fließen automatisch in eine zentrale Datenbank und so in das Lademittelkonto. Fleetboard Logistics versteht Habbl als Workflow-Software mit dazugehöriger App.

Digitales Palettenkonto mit Pool-Lösung

Eine weitere Option ist ein sogenanntes digitales Palettenkonto, zum Beispiel von Inter.PAL. Mit diesem Konto, das einem Bankkonto ähnelt, werden Paletten virtuell verrechnet. Damit entfällt der jeweilige physische Austausch von Europaletten und der damit verbundene Aufwand. Denn der Anbieter der digitalen Paletten-Plattform kümmert sich mithilfe eines Pools um den Ausgleich. So können Versender, die Palettenforderungen haben, entscheiden, ob sie ihr Palettenkonto-Guthaben ausgezahlt oder physisch ausgeglichen haben möchten. Bedienbar ist das digitale Palettenkonto vom PC, Smartphone oder Tablet aus.

Palettentausch von morgen – mithilfe künstlicher Intelligenz?

Fest steht: Der Lademitteltausch ist noch nicht in der digitalen Welt angekommen. Bisher herrschen Insellösungen vor. Einen vielversprechenden Ansatz verfolgt jedoch eine Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML). Zusammen mit der European Pallet Association (EPAL) arbeiten die Logistikforscher an einem e-Palettenschein. Dieser ist Teil einer App-basierten Cloud-Plattform für Ladungsträgermanagement. Ziel sei es, mithilfe von künstlicher Intelligenz und einer Open-Source-Komponente einen einheitlichen und möglichst einfachen Tauschprozess zu gestalten, so die Gründer. Es bleibt also spannend.



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