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WEDOLO 

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Insider, Unternehmer - 3 Min. Lesezeit

Zufriedene Mitarbeiter – auch in Krisenzeiten

Verfasst von Wedolo-Redaktion am 22.06.2021
Wedolo-Redaktion

Corona hat den Druck auf Transportunternehmer erhöht. Die Unwägbarkeiten der Pandemie treffen auf anhaltenden Fahrpersonalmangel. Wie hält man seine Mitarbeiter jetzt bei der Stange?

In der Transportbranche wird neben den alltäglichen Herausforderungen die Sorge, Mitarbeiter zu finden, immer größer – vor allem geeignetes Fahrpersonal fehlt in vielen Betrieben. Mehraufwand für Auswahlgespräche und Einarbeitung kosten zudem wertvolle und zum Teil knappe Ressourcen.

Wenn diese Personalknappheit auf die Schwierigkeiten einer Pandemie trifft, wie wir sie derzeit erleben, sollte die Belegschaft stabil stehen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir erklären dir, wie ein gutes Gemeinschaftsgefühl den Blick nach vorne für alle stärkt – trotz Corona-Krise.

Fahrermangel – nicht nur eine Frage des Geldes

In der sich weiter zuspitzenden Zeit des Fahrermangels haben die Mitarbeiter eine bessere Verhandlungsposition gegenüber ihrem Arbeitgeber. Deshalb sollte die Entlohnung grundsätzlich angemessen sein, wobei ein überdurchschnittlicher Lohn, durch den Gewöhnungseffekt, aber nur sehr kurzfristig als Motivator wirkt. Der Arbeitsmarkt bietet mittlerweile nahezu jedem CE-Fahrerlaubnisinhaber ausreichend Alternativen und Fahrer finden bei Unzufriedenheit schnell eine neue Anstellung.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Mitarbeiter in der Regel nicht wegen des Geldes den Arbeitgeber wechseln, sondern weil sie das Betriebsklima als unangenehm empfinden, ihre Arbeit nicht ausreichend Anerkennung erfährt, die Arbeit keine Freude bereitet oder persönliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen fehlen.

Mitarbeiter in der Krise nicht überstrapazieren

Gerade wenn die Normalität, der Alltag im Unternehmen gestört wird, zeigt sich dem Mitarbeiter schnell die Qualität seines Arbeitgebers. Fällt in der Ausnahmesituation die Wertschätzung im Umgang miteinander „hinten runter“? Wird der Umgangston härter und lauter? Wird die Belastungsgrenze der einzelnen Mitarbeiter überstrapaziert?

Wenn Führungskräfte durch unpassende Kommunikation und Handlungen die Mitarbeiter zusätzlich und über Gebühr belasten, wird das – besonders in kritischen Zeiten – die bestehende Bindung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter stören oder sogar zerstören. Die Folge: Personalverlust und der Beginn einer Abwärtsspirale.

Ein offenes Ohr ist Chefsache

Als Chef eines Transportunternehmens sollte man in der Lage sein, Zufriedenheit oder Unzufriedenheit aus den Gesichtern der Belegschaft ablesen zu können und so drohende Probleme frühzeitig zu erkennen. Dazu muss man sich mit den Mitarbeitern beschäftigen – und zwar nicht nur wenn es „brennt“.

So kann man die eigenen Sensoren für Veränderungen im Unternehmensklima schärfen und unmittelbar das Gespräch suchen. Mit einem offenen Ohr kann die Unternehmensführung die erforderlichen Stellschrauben zeitnah identifizieren und gegebenenfalls an ihnen drehen.

Mitarbeiter mit einbeziehen

Der Führungsstil sollte sich, je nach Führungsrolle und Aufgabe, in Richtung partizipative Führung orientieren – also an einem Führungsverhalten, das darauf beruht, dass der Führende die Unterstellten in die Führungsentscheidungen einbezieht. Vorgesetzte, die Mitarbeiter an Entscheidungen teilhaben lassen, deren Ideen einfordern und dadurch vermitteln an einer Entwicklung beteiligt zu sein, stärken die Bindung an das Team und das Unternehmen.

Der Mehraufwand für Information und Kommunikation wird üblicherweise durch eine gesteigerte Motivation der Belegschaft honoriert.

Persönliche und unternehmensweite Perspektive schaffen

Welche motivierende Perspektive hat ein Mitarbeiter, der als Fahrer eingestellt wird und nach 20 Jahren dieses Unternehmen als der gleiche Fahrer verlassen wird? Ohne eine Weiterentwicklungsperspektive sind Mitarbeiter schneller versucht, sich einen neuen Job zu suchen. Unternehmen, die Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten bieten, steigern die Mitarbeiterbindung durch höhere Zufriedenheit und eine Abgrenzung zum sonst üblichen Angebot auf dem Arbeitsmarkt.

Perspektiven werden umso wichtiger, wenn das Unternehmen durch schwierige Zeiten steuert. Um die Leistungsfähigkeit in Zeiten von Mehrbelastungen zu erhalten, muss die Unternehmensführung Perspektiven aufzeigen und kommunizieren, wie und bis wann das Unternehmen die „Normalität“ wieder erreichen will. Das erhöht bei bestehender Bindung zum Unternehmen die Bereitschaft des Mitarbeiters, Mehrbelastungen ausnahmsweise und temporär zu akzeptieren.

Kommunikation ist das A und O

Die Kommunikation ist und bleibt das wichtigste Instrument in der Mitarbeiterführung und somit auch in der Mitarbeiterbindung. Unternehmer und Personalverantwortliche sollten regelmäßig mit ihren Mitarbeitern ins Gespräch gehen – letztlich sind sie die wichtigste, oft aber zu wenig beachtete Ressource eines jeden Unternehmens. Kommunikation ist daher ein maßgeblicher Teil in der Unternehmenskultur erfolgreicher Unternehmen.

Zu diesen und weiteren Themen, die Transportunternehmen auf Erfolgsspur bringen, steht das Team der SVG Consult – Partner von Wedolo – Interessierten jederzeit zum Austausch zur Verfügung.

Du hast eine schnelle Frage zum Bereich Personalführung oder Arbeitsrecht? Oder ein verkehrsrechtliches Thema bereitet dir Kopfzerbrechen? Über unseren Wedolo-Service ExpertenDigital findest du in Kürze den passenden Experten, der dir deine Frage im Handumdrehen per Telefon oder Videochat beantworten kann. Schon bald bei Wedolo!


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